Nach langjähriger Theaterarbeit mit über 30 Inszenierungen an deutschsprachigen Stadttheatern und der freien Theaterszene, realisieren Christian Wittmann und Georg Zeitblom seit 2010 als Duo Radioprojekte zwischen experimenteller Musikcollage, Radio-Oper und performativem Konzert. Außerdem erarbeiten sie immersive Raumkonzepte, audiovisuelle Installationen und Live-Performanceprojekte an Orten der zeitgenössischen Künste sowie für den öffentlichen Raum. Im Zentrum stehen dabei meist elektro-akustische Kompositionen.

Mit ihrem Bauhaus-Konzeptalbum AUDIO.SPACE.MACHINE gewannen sie 2020 den renommiertesten Hörspielpreis für Radiokunst im deutschsprachigen Raum, den  Hörspielpreis der Kriegsblinden. 2022 erhielten sie den Kurd Laßwitz Preis für ihr Science Fiction Hörspiel r_crusoe™. Weitere ihrer Audio-Produktionen wurden von der Akademie der Darstellenden Künste als Hörspiele des Monats ausgezeichnet. Außerdem waren wittmann/zeitblom für den Prix Italia, Prix Marulic und Grand Prix Nova nominiert.

Zusammenarbeit u.a. mit Jochen Arbeit, Jule Böwe, Sybille Canonica, Cobra Killer, Alice Dwyer, Achim Färber, Maria Goya, Dominik Graf, Paul Herwig, Ursina Lardi, René Liebert, Dirk von Lowtzow, Jacqueline Macauly, Anna Maria Mühe, Ulrich Noethen, Leslie Malton, Trystan Pütter, Gemma Ray, Linn Reusse, Lars Rudolph, Albrecht Schuch, Bernhard Schütz, Tatja Seibt, Florian Stetter, Oliver Stritzel, Sabin Tambrea, Hans-Jochen Wagner, Blake Worrell und Ronald Zehrfeld.
 

wittmann | zeitblom                                                                                                                                                                                                                                       Foto © Martin Walz

 

Christian Wittmann  * 1967 in München, lebt in Berlin.
Schauspielstudium in München. Im Anschluss Engagements an Stadt- und Staatstheatern u.a. in München, Düsseldorf, Bremen, Lübeck, Zürich, Wien und Berlin, sowie im TV- und Hörfunkbereich. Später verstärkte Hinwendung zu experimentellen Theaterformen und regelmäßige Zusammenarbeit mit freien Gruppen, darunter Ensemble für Städtebewohner Wien/Berlin und norton.commander.productions Dresden. Die dabei entstandenen Arbeiten werden am HAU Berlin, Mousonturm Frankfurt/Main, FFT Düsseldorf, Festspielhaus Hellerau, Schauspielhaus Wien, Theater am Neumarkt Zürich, Tanzquartier Wien, Theatre Maillon Strasbourg, sowie bei den Wiener Festwochen, Züricher Festwochen, KunstFestSpielen Herrenhausen, der Ruhrtriennale und im Pariser Palais du Tokyo gezeigt.

Seit 2000 Theater-Regiearbeit sowie Realisierung von Performanceprojekten und audiovisuellen Installationen u.a. für Landestheater Linz, Schleswig-Holsteinisches Landestheater, Kunsthalle Düsseldorf, Haus der Kulturen der Welt Berlin, Akademie der Künste Berlin, Stadt Ulm, Deutschlandfunk. Außerdem regelmäßige Arbeiten als Hörspielautor, -regisseur und -sprecher für ARD-Rundfunkanstalten und Deutschlandradio. Gemeinsam mit zeitblom Gewinner des renommierten Hörspielpreises der Kriegsblinden (2020) und des Kurd Laßwitz Preises (2022).

 

zeitblom *1962 in Rosenheim, lebt in Berlin.
Bassist, Komponist und Produzent, realisiert mediale Installationen, Hörspiel-, Theater-, Ballett- und Filmmusiken und tritt in verschiedenen Gruppierungen als Live-Musiker auf. Veröffentlichungen und Konzerte im In – und Ausland. Seit 1996 zahlreiche Kompositionen für Hörspiel-, Theater-, Film- und Ballettproduktionen. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Prix Marulic, Deutscher Hörbuchpreis und Hörpielpreis der Kriegsblinden (zusammen mit Christian Wittmann). 1984 gründete er die Band ‘Sovetskoe Foto’, in der er bis 1993 spielte. Mit dieser Formation erfolgten zahlreiche musikalische Begegnungen mit Musikern wie u.a. John Zorn, Fred Frith, Arto Lindsay, Zeena Parkins, Bern Nix und Jim ‘Foetus’ Thirlwell. Von 1999 – 2001 bildete er zusammen mit Christian Fennesz das Elektronik Duo ‘Golden Tone’. 2005 – 2007 war er als Bassist Mitglied der ‘Pole Band’. 2008 – 2011 spielte er mit den beiden australischen Schlagzeugern Tony Buck und Steve Heather und mit dem Wiener Gitarristen Martin Siewert in der experimentellen Psychedelic Blues Band ‘Heaven And’. Ende 2011 gründete er mit Jochen Arbeit von den Einstürzenden Neubauten und Achim Färber von Projekt Pitchfork die Band Automat, mit der er bisher 3 Alben veröffentlichte.