Die Existenz der Haut

Deutschlandradio Kultur / 2014 / 50 Min

Audio – Collage unter Verwendung von Marguerite Duras´ Hefte aus Kriegszeiten, Der Schmerz, sowie Das Menschengeschlecht von Robert Antelme

Während Hitlers totaler Krieg in den letzten Atemzügen liegt, findet ein perverser Häftlingstransport statt, der tausende Leben kostet. Er führt vom KZ Buchenwald zum KZ Dachau und dauert einundzwanzig Tage. Der politische Gefangene Robert Antelme ist in einem der Waggons und wird den Transport überleben. Seine Frau, die Schriftstellerin Marguerite Duras befindet sich zur gleichen Zeit in Paris im Widerstand und erlebt ihr Warten auf Robert als Ausnahmezustand.

Analog zu Maguerite Duras´ Notizen bewegt sich diese Hörcollage entlang der Front, die nicht nur zu Wasser, Land, Luft, sondern im Individuum selbst verläuft. Seine innere Zerrissenheit und die erbarmungslose Sprache des Krieges wird hörbar. Eine Montage aus Duras´ persönlichen Gedanken, Antelmes erschütterndem Bericht, sowie historischen Radioaufnahmen.

Krieg ist im Kopf, denn der Riss der durch die Welt geht, geht mitten durch den Schädel.

 

Sprecher Sibylle Canonica, Alice Dwyer, Trystan Pütter und Konstantin Bühler

Musik Blake Worrell (vox), Cobra Killer (vox), zeitblom (electronics)

Ton und Technik Hermann Leppich, Robert Stockowy

Redaktion Ulrike Brinkmann

Realisation wittmann/zeitblom

Aufnahmen und Mischung @ Deutschlandradio Kultur

Ursendung 17. 08. 2014 Deutschlandradio Kultur