Die letzten Worte von Dutch Schultz

WDR / 2013 / 52 Minuten

Psychedelisches Hörstück über 100 Jahre Mafia, Repression, Lobbyismus und Protektionismus nach William S. Burroughs

 

New York City, 23. Oktober 1935. Dutch Schultz, Gangsterkönig der Bronx liegt, von mehreren Kugeln getroffen, 20 Stunden lang im Sterben. Ein Polizei-Stenograph sitzt an seinem Bett und notiert alles, was er sagt. 1200 Worte. Ein einmaliges Dokument: Die Eingebungen im Delirium vermitteln das Gefühl des Todes äußerst lebendig.

Innerhalb der linearen Erzählung vom Aufstieg und Fall des Gangsterbosses ereignen sich Parallelwelten, winzige Wahrnehmungsschnipsel schießen durch die Erzählung, Zeitebenen sind miteinander verbunden. Cut Up und Comic. Und mittendrin die zärtliche Hinwendung an das menschliche Individuum, das durch seine Umgebung gnadenlos geprägt wird und nun im Sterben liegt.

Eine Person, die nicht mehr zu einer Szenerie gehört, ist erledigt.

 

Sprecher Oliver Stritzel, Alice Dwyer, Hans Jochen Wagner, Konstantin Bühler, Tobias Oertel, Trystan Pütter, Christian Wittmann

Musiker Blake Worrell (vox), Cobra Killer (vox), Bela Brauckmann (dr), zeitblom (electronics)

Ton und Technik Boris Wilsdorf

Dramaturgie Natalie Szallies

Realisation wittmann/zeitblom

Aufnahme und Mischung @ andereBaustelle Tonstudio, Berlin