Tell Me Something Good, Stockhausen !

NDR / DLF / BR / 2020 / 61 Min.

 

Jeder sollte jeden mögen! Jeder sollte eine Maschine sein!

 

Change the method! – New methods change the experience. New experiences change man.

Ein halbes Jahrhundert nach Stockhausens legendedärer Lecture Four Criteria of Electronic Music verändern die Autoren ihre Methode und treiben inspiriert vom “echten Leben” auf einem Strom der hyperrealen Klangsynthese. Garantiert enhanced und denaturiert! Mensch und Maschine adaptieren und transformieren sich gegenseitig und in voller Absicht. Ubiquitous AI. In dreidimensional angelegten, rein digitalen Gesängen wird die Maschine zur Solistin. Alles Organische ist in ihr aufgegangen. Ein neues Wesen, „Enhance“, steuert uns durch Beobachtungen aus unserem schizophrenen, medialen, postfaktischen, von disruptiven Technologien und Denkschablonen geprägten Alltag und propagiert die Notwenigkeit des Datazentrismus. – Weißt du, wer da spricht? Never mind! Go with the Mainstream: Smart Systems, Smart Love, Smart Life, Smart Dust. Jeder sollte jeden mögen! Jeder sollte eine Maschine sein!

Eine Stunde Human Voice Machine, generiert aus den Stimmen von Alice Dwyer und Sabin Tambrea sowie aus Textzitaten von u.a. Robert Barry, Nick Bostrom, László F. Földényi, Yuval Noah Harari, Michel Houellebecq, Nick Land, Rosa Luxemburg und Karl Heinz Stockhausen. Tell Me Something Good, Stockhausen! wurde als Binaural- und Stereoexperience produziert.

 

Fotos © by Sabin Tambrea  / Nils Schwarz

 

CAST & CREDITS

Sprecher   Alice Dwyer, Sabin Tambrea, PURE Vox Machine, Christian Wittmann

Gesang   Mika Bajinski, Sinclair Zedecks

Ton  Boris Wilsdorf

Regieassistenz   Magdalena Schnitzler

Redaktion   Michael Becker

Realisation   wittmann/zeitblom

Ursendung   01 | 04 | 20 | NDR kultur

 

Im Auftrag von