Tell Me Something Good, Stockhausen !

NDR / DLF / BR / 2020 / 61 Min.

 

Stockhausens Sinusgeneratoren 1956                                                                                                                              PURE Vox Machine 2019

 

“Change the method! – New methods change the experience. New experiences change man.

Ein halbes Jahrhundert nach Stockhausens legendedärer Lecture Four Criteria of Electronic Music verändern die Autoren ihre Methode und treiben inspiriert vom “echten Leben” auf einem Strom der hyperrealen Klangsynthese. One hour of  human voice machine. Garantiert enhanced und denaturiert! Ubiquitous AI. Mensch und Maschine adaptieren und transformieren sich gegenseitig und in voller Absicht. Ging es in Stockhausens Kunstwerk „Gesang der Jünglinge“ noch um die Vermischung von Mensch und analoger Technik, wird hier in dreidimensional angelegten, rein digitalen Gesängen die Maschine zur Solistin. Alles Organische ist in ihr aufgegangen. Ein neues Wesen, „Enhance“, steuert uns durch Beobachtungen aus unserem schizophrenen, medialen, postfaktischen, von disruptiven Technologien und Denkschablonen geprägten Alltag und propagiert die Notwenigkeit des Datazentrismus. – Weißt du, wer da spricht? Never mind! Go with the Mainstream: Smart Systems, Smart Love, Smart Life, Smart Dust. Jeder sollte jeden mögen! Jeder sollte eine Maschine sein!

 

Tell Me Something Good, Stockhausen! wird als Binaural- & Stereoexperience produziert

 

CAST & CREDITS

Sprecher
Alice Dwyer, Sabin Tambrea, Christian Wittmann, PURE Vox Machine

Gesang
Mika Bajinski, Sinclair Zedecks

Ton
Boris Wilsdorf

Regieassistenz
Magdalena Schnitzler

Dramaturgie
Michael Becker

Realisation
wittmann/zeitblom

Ursendung
01 | 04 | 20 | NDR kultur

Produktion