Temporäre Autonome Zone

Hakim Beys anarchistische Texte als tanzbarer Radio-Essay
IMPERIUM
Bildet keine Menschenketten – vandalisiert! Protestiert nicht – verunstaltet! Will man euch Hässlichkeit, mieses Design & blöden Müll aufzwingen, übt Vergeltung! Zerschlagt die Symbole des Imperiums im Namen von nichts anderem als dem Herzenswunsch nach Anmut. Die Attacke gilt den Strukturen der Kontrolle, im Wesentlichen den Ideologien.
HAKIM BEY
Peter Lamborn Wilson (* 1945 in Maryland; † 2022 in New York), besser bekannt unter dem Pseudonym Hakim Bey, verfasste Bücher und zahlreiche Essays über kunst- und kulturkritische Themen, anarchistische Gesellschaftsmodelle und islamische Mystik. Sein mittlerweile in der anarchistischen Subkultur legendärer Ruf begründet sich auf seinem Konzept der Temporären Autonomen Zone (TAZ), in der gesellschaftliche Regeln und Machtverhältnisse kurzzeitig außer Kraft gesetzt sind oder absichtlich missachtet werden. Er regte konkrete Akte eines von ihm so bezeichneten poetischen Terrorismus an, um zum Beispiel Mainstream-Medien oder öffentlich bekannte Personen anzugreifen oder zu irritieren. Mit The Moorish Orthodox Radio Crusade (WBAI-FM, New York City) wurde er auch als Rundfunkmacher bekannt. Er lebte und lehrte sieben Jahre im Iran, wo er Sophia Perennis herausgab, die Zeitschrift der Königlichen Iranischen Akademie für Philosophie. Zusammen mit iranischen Gelehrten arbeitete er an Studien über Sufismus und Ismailismus und an zahlreichen Übersetzungen persischer Dichtung.
Audio-Sample
CAST & CREDITS
Sprecher
Hakim Bey, Alice Dwyer, Hitomi Makino, Bernhard Schütz, Oliver Stritzel, Hans-Jochen Wagner, Christian Wittmann
Musik
Cobra Killer (vox), Jochen Arbeit (git), Achim färber (dr), zeitblom (b; progr)
Ton und Technik
Boris Wilsdorf, Alexander Brennecke
Redaktion
Ulrike Brinkmann
Realisation
wittmann/zeitblom
Sprachaufnahmen @ Deutschlandradio Berlin
Musikaufnahmen und Mischung @ andereBaustelle Berlin
Produktion
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