Temporäre Autonome Zone

Deutschlandradio Kultur / 2012 / 49 Min

Hakim Beys anarchistische “Temporäre Autonome Zone” als tanzbarer Radio-Essay

 

“Bildet keine Menschenketten – vandalisiert! Protestiert nicht – verunstaltet! Will man euch Hässlichkeit, mieses Design & blöden Müll aufzwingen, übt Vergeltung! Zerschlagt die Symbole des Imperiums im Namen von nichts anderem als dem Herzenswunsch nach Anmut. Die Attacke gilt den Strukturen der Kontrolle, im Wesentlichen den Ideologien.”

Peter Lamborn Wilson (* 1945 in New York City), besser bekannt unter dem Pseudonym Hakim Bey,  verfasste Bücher und zahlreiche Essays über kunst- und kulturkritische Themen, anarchistische Gesellschaftsmodelle und islamische Mystik. Sein mittlerweile in der anarchistischen Subkultur legendärer Ruf begründet sich auf seinem Konzept der Temporären Autonomen Zone (TAZ), in der gesellschaftliche Regeln und Machtverhältnisse kurzzeitig außer Kraft gesetzt sind oder absichtlich missachtet werden. Er regte konkrete Akte eines von ihm so bezeichneten poetischen Terrorismus an, um zum Beispiel Mainstream-Medien oder öffentlich bekannte Personen anzugreifen oder zu irritieren. Mit The Moorish Orthodox Radio Crusade (WBAI-FM, New York City) wurde er auch als Rundfunkmacher bekannt. Er lebte und lehrte sieben Jahre im Iran, wo er Sophia Perennis herausgab, die Zeitschrift der Königlichen Iranischen Akademie für Philosophie. Zusammen mit iranischen Gelehrten arbeitete er an Studien über Sufismus und Ismailismus und an zahlreichen Übersetzungen persischer Dichtung.

Audio-Sample

 

CAST & CREDITS

Sprecher  Hakim Bey, Alice Dwyer, Hitomi Makino, Bernhard Schütz, Oliver Stritzel, Hans-Jochen Wagner, Christian Wittmann

Musik  Cobra Killer (vox), Jochen Arbeit (git), Achim färber (dr), zeitblom (b; progr)

Ton und Technik  Boris Wilsdorf, Alexander Brennecke

Redaktion  Ulrike Brinkmann

Realisation  wittmann/zeitblom

Sprachaufnahmen @ Deutschlandradio Berlin

Musikaufnahmen und Mischung @ andereBaustelle Berlin